Ausserhalb in den Dörfern, wie immer Kinder mit aufgeblasenen Bäuchen, schmutzig, etwas wie Taschentücher kennt man hier nicht. Die Leute sind aber sehr offen und gastfreundlich. Überall wird von irgendwo ein Stuhl oder Bank hergetragen, damit ich mich im Schatten setzen kann. Meistens bringt man etwas Wasser, ein Getränk, manchmal macht man Tee. Oft bekommt man auch Geschenke. Einmal einen Hahn (er stand 3 Tage im Garten herum, er war sehr lecker), einen Sack Erdnüsse, Wassermelone, einen Sack Bohnen, Guaven, Nelbi (die Früchte von Diospyros mespiliformis) oder Wüstendatteln (Balanites). Einmal serviert man uns mittags To mit einer Gemüsesosse. Der To wird hier aus petit miel gemacht, sieht etwa aus wie ein Brotteig aus Ruchmehl, schmeckt nach Getreide und ist leicht scharf gewürzt, ohne Salz. Die Sosse ist sehr schleimig, klebrig, grünlich, erinnert an irgendetwas ekliges wie Schneckenschleim. Das ganze lässt sich essen, ist sehr nahrhaft, aber es kostet ziemlich viel überwindung und nach ein paar Bissen habe ich genug. Am nächsten Tag bringt man mir eine Schüssel mit frischer Milch, noch (und nicht wieder) warm.
Mein Übersetzer und Diallo in einem "Speicher", im Hintergrund Heu, das auch wirklich so riecht, da es im Schatten gelagert wird und die Sonne nicht alle Nährstoffe zerstört. Die Löcher in der Wand dienen zur Belüftung, im Innern ist es angenehm kühl.

2 Kommentare:
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Hi Sandro
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