Einige wird sicher interessieren, wie die Flüsse in Burkina Faso sind. Nun, man kann hier in Ouaga sogar rudern! Mit richtigen, modernen, schnellen Ruderbooten, wie bei uns. In der Stadt und auch ausserhalb hat es Barrages, durch die es Stausseen gibt. Dort ist das Klima meistens sehr angenehm. Ansonsten ist in den Dörfern das Wasser jetzt schon wieder knapp. Für die Felder werden oftmals Gräben oder Löcher von vielleicht zwei Metern tiefe gegraben um das Regenwasser zurückzuhalten. Es versickert jedoch sehr schnell, die meisten Gräben sind jetzt leer. Während der Regenzeit gibt es jedoch sehr viel Wasser und die Menschen hier haben eine Heidenangst davor, denn kaum jemand kann schwimmen.
Im Dorf bringt man oft Wasser in einer Schale, das meistens sehr trüb ist. Aus derselben Schale trinken auch der Hund und die Hühner, etc...
Ich putze zwar mit Leitungswasser die Zähne, aber habe es bis jetzt unterlassen, davon zu trinken. Abgefülltes Trinkwasser ist sehr teuer, für eine 1.5liter Flaschen zahle ich hier 360 CFA, meistens mehr als eine Mahlzeit kostet.
Ausserhalb der Stadt sieht man manchmal sogar Reisfelder und andere ziemlich grosse Flächen Wasser, z.T. total mit Seerosen und Wasserpflanzen bewachsen. überall wo es Wasser hat, gibt es Felder, die oft von Hand bewässert werden, also mit Giesskannen...
Im Dorf hat ein junger Mann erzählt, wie er Sand gegraben hat, um Mauersteine zu machen. Im Graben hat sich Wasser gesammelt, das er benutzt hat, um etwas Gemüse zu bewässern. Einen Kohl hat er auf dem Markt verkauft und festgestellt, dass er dafür viel Geld (ich glaube 2000CFA) bekommt. Das Wasser war aber ziemlich bald weg. Also hat der den Graben vergrössert. Heute hat er einen 2Meter tiefen Graben, der 2.5 Meter breit und 50! Meter lang ist. Er produziert unter anderem Gurken. Das nächste Ziel ist nun, genug Geld zu verdienen, damit er Zement kaufen kann, um den Graben abzudichten, da das meiste Wasser jetzt versickert. Die Menschen leben sehr einfach hier und in der jüngeren Generation fehlt es oft an Motivation und Eigeninitiative. Solche Beispiele sind leider sehr selten.
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