Dienstag, 6. November 2007

Die Arbeit. Ein Tag

Kurz vor sechs Uhr bin ich aufgewacht, Martin ist am zusammenpacken. Er fährt heute nach Djibo für zwei Wochen, Ousmane fährt ihn zur Gare routière. Ich trinke einen Kaffee und werde um sieben von Lassané, einem Zauntechniker von newTree und mein Dolmetscher, abgeholt. Wir fahren mit dem Mofa 1 ½ Stunden bis nach Ziniaré. Die Fahrt ist angenehm, wir sind schnell aus der Stadt raus, kommen am Stausee vorbei, wo es angenehm kühl ist. Ambroise, auch ein Zauntechniker, besucht in Ziniaré ein paar Leute, die an einem Zaun interessiert sind. Wir profitieren davon um Interviews zu machen. Zuerst kommen wir zu einer Familie, die schon einen Zaun hat. Dann fahren wir zum nächsten Haus, wo ich den „Chef de village“ befragen kann. Er ist 60 Jahre alt, hat abgenutzte, schwarze Zähne. Er wohnt alleine mit seiner Frau, von 21 Kindern ist kein einziges im Dorf geblieben. Er hat selbst keinen Zaun, die Arbeit wäre wohl auch zu streng für ihn und seine Frau. Aber er ist sehr interessiert an der Arbeit von newTree.
Immer wenn wir ankommen gibt es ein kleines Begrüssungsritual. Man gibt sich die Hand, begrüsst sich, fragt nach der Familie, der Gesundheit, der Gesundheit der Familie, etc. Bei jeder Frage gibt man sich wieder die Hand. Einen festen Händedruck kennt man hier jedoch nicht. Am Anfang recht gewöhnungsbedürftig ist auch die Unterwürfigkeit der jungen und einfachen Leute gegenüber den Alten oder angesehenen Personen. Es erinnert an Rudeltiere, man nähert sich gebückt, den Kopf immer tiefer als das Gegenüber. Vor allem wenn die ältere Person am Boden sitzt, hat man den Eindruck, dass sie fast angekrochen kommen. Hat man eine Frage oder Bitte, geschieht das sehr schüchtern, als befürchte man, mit seinem Anliegen zu stören und gleich weggescheucht zu werden. Der Respekt vor dem Alter und Autorität ist hier eben noch sehr ausgeprägt. Auch mir gegenüber verhält man sich sehr unterwürfig, mit einigen Ausnahmen. Frauen etwa empfinde ich als sehr angenehm, sie geben bereitwillig Auskunft ohne irgendwelche Hierarchien.
Am Anfang wird uns eine Schüssel mit Wasser gereicht, ich muss passen, Lassané erträgt das trübe Wasser und trinkt. Nach ein paar Fragen kommt ein Junger Mann und bringt uns eine Schüssel mit Sesam. Nach dem Interview schenkt man mir die Sesamsamen. Im letzten Dorf habe ich einen Sack voll Gurken und ein Hühnchen geschenkt bekommen. Danach kann ich die Frau des Zaunbesitzers befragen. Zuerst gibt sie aber noch ihrem Kind die Brust. Dann reicht sie uns ein Stück Wassermelone, das mir sehr recht ist. Bei der Hitze mag ich nicht essen, etwas Saftiges ist aber immer gut. Die junge Frau erzählt, dass sie gelernt hat, aus Karité - Nüssen Butter und Seife zu machen und dass sie gerne noch mehr über die Weiterverarbeitung von Pflanzen lernen möchte.Zum Schluss fährt sie mit uns zum Imam des Dorfes. Wir treffen ihn auf dem Weg, er führt uns über seine Felder unter einen Baum. Unter einem Baum ist es angenehmer als sonst irgendwo im Schatten. Wir setzen uns auf den Boden. Er erzählt, dass er von den Bäumen lebt, er baut Orangen, Mangos, Zitronen und andere Früchte an. Deshalb ist er auch sehr interessiert an allem, was mit dem Bäumen zu tun hat. Er zeigt uns einen Baum und erzählt, dass man heute im Umkreis von mehreren Kilometern keinen zweiten solchen Baum findet. Zum Schluss kommt noch Ambroise vorbei und nimmt ein paar Daten auf, denn der Imam möchte auch einen Zaun und wieder mehr Wald. Er habe gelernt, dass es mit dem Wald auch mehr Regen gibt. Bevor wir zurückfahren, lassen wir noch ein paar Fragebögen dort, damit die Schüler und Lehrer ihn selbst ausfüllen können. Danach folgt wieder die Rückfahrt, es ist mittlerweile vier Uhr, immer noch heiss und staubig…

Je me suis reveillée juste avant six heures, Martin est en train de faire les bagages. Il part à Djibo aujourd'hui pour deux semaines, Ousmane l'ammene à la gare routière. Je bois un café et Alassane, un technicien de newTree et mon interprète, vient me chercher à sept heures. On roule avec la moto 1h30 jusqu'à Ziniaré. La route est agréable, on a vite quitté la ville, passent le barrage, ou il fait agréablement frais. Ambroise, un autre technicien, visite quelques personnes à Ziniaré qui sont intéressés pour une clôture. On en profite pour faire nos enquêtes. On arrive d'abords dans une famille qui est deja partenaire. On continue à la prochaine maison où je peux questionner le "chef de village". Il a 60 ans et les dents noirs et abimés. Il vit tout seul avec und de ses femmes, tous ses 21 enfants ont quitté le village. Ils n'ont pas de cloture, le travail serait peutetre trop pour les deux. Mais il s'interesse beaucoup pour le travail de newTree.
Toujours à l'arrivée, il y a un petit rite de salutations. On se donne la main, se salue, demande après la famille, la santé, la santé de la famille, le travail, etc. à chaque question on se donne de nouveau la main. Très étrange est peutetre la soumission des jeunes et gens simples envers les vieux et autorités. Ca ressemble aux animaux de meute, on s'approche penché, la tête toujours plus bas que l'opposé. Surtout quand une vieille personne est assis par terre, on a l'impression qu'ils marchent à quatre pattes. Si on a une question ou une demande, c'est timidement, comme si on craint de déranger et d'etre chassé à tout moment. Le respect des vieux et des autorités est tres présent ici. Aussi envers moi on s'approche tres timidement, avec quelques exceptions. Les femmes sont normalement très agréables, elles répondent sans problème, sans hierarchies.
Au début, on fait passer un bol avec l'eau, je dois refuser, Alassane supporte l'eau gris et boit. Apres quelques question, un homme arrive avec un bol de sesam. Apres l'interview, on me donne le sésam. Au dernier village, on m'a donné un sac de concombres et une poule. Apres je peux questionner la femme du partenaire. Mais d'abords, elle veut allaiter son enfant. Elle me donne une tranche de pasteque, que j'aime bien. Avec la chaleur, j'aime pas manger, mais l'eau c'est toujours bien. La femme raconte qu'elle a appris de faire le beurre et le savon du noix de karité et qu'elle aimerait en savoir plus sur la transformation des plantes. à la fin, elle nous ammene chez l'Imam du village. On le croise en route, il nous ammene sur ses champs, sous un arbre. Sous l'arbre c'est plus agréable que partout à l'ombre. On s'assoit par terre. Il dit, qu'il vit des arbres, il cultive les oranges, mangues, citrons et d'autres fruits. c'est pour ca qu'il est tres interessé pour tout ce qui concerne les arbres. Il me montre une arbre et explique qu'on ne peut pas trouver le même à la peripherie de plusieurs kilometres. à la fin, ambrois passe, parce que l'Imam veut une cloture et plus de forêt. Il a appris qu'avec la forêt, il y a aussi plus de pluie.
Il suit le voyage de retour, il fait quatre heures et toujours chaud et plein de poussiere...

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